Hermann Paul School of Language Sciences
Die Hermann Paul School of Language Sciences (HPSL) wurde 2008 in einer Initiative von Mitgliedern des Hermann Paul Centrums für Linguistik (HPCL) der Universität Freiburg gegründet und wird finanziert bis 2012/14 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg. Die Schule versteht sich als Forum für alle Studenten, die sich im Rahmen ihrer Promotion aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Gegenstand Sprache beschäftigen – in den Bereichen Linguistik, Kulturwissenschaften, Soziologie, Sozialpsychologie, Kognitionswissenschaft oder Medizin (um nur diese zu nennen). Als University School stellt sie eine wichtige Einrichtung für die sprachwissenschaftliche Ausbildung auf der Doktoratsstufe dar.
Die Schule bietet den Studenten eine exzellente Infrastruktur mit Arbeitsplätzen, Computern und technisch voll ausgestatteten Konferenzräumen für Treffen und Workshops.
Aktuell werden in Freiburg 78 Promotionsprojekte in der Linguistik und ihren Nachbardisziplinen durchgeführt, von denen 21 durch zwei Ausbildungsstätten innerhalb der HPSL gefördert werden:
- dem Promotionskolleg „Empirische Linguistik“ (finanziert von der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg): Das Kolleg besteht aus 11 Stipendiaten und kombiniert unterschiedliche empirische Herangehensweisen zu Sprache und Kultur, wie aus den Themen und Methoden der Promotionsvorhaben ersichtlich wird. Diese reichen von der Erforschung ritueller Performanz über Sprachkontakt und Dialektologie sowie Kolonialismus und Globalisierung bis hin zur Analyse von Strategien syntaktischer Reparatur oder narrativen Strategien.
- dem Graduiertenkolleg „Frequenzeffekte in der Sprache“ (GRK 1624, finanziert von der DFG). Das Kolleg besteht aus 10 Stipendiaten. Ziel des DFG-Graduiertenkollegs (GRK) sind umfangreiche und untereinander koordinierte empirische Untersuchungen zu Frequenzeffekten vornehmlich in den bzw. anhand der europäischen Sprachen und ihrer Varietäten. Erstmalig wird hier in systematischer Weise die Tragweite des Faktors Frequenz untersucht, und zwar in einer Weise, die auch seine Grenzen sichtbar werden lässt. In diesem hohen empirischen und theoretischen Anspruch liegt das innovative Potential des Graduiertenkollegs.
Neben diesen beiden Kollegs gibt es eine Reihe von Nachwuchsgruppen für interdisziplinäre Forschung –zu Korpusanalyse, Konversationsanalyse, Grammatikalisierung, Linguistische Anthropologie & Philosophie – in denen DoktorandInnen (auch aus dem Studiengang Master of European Linguistics) und PostdoktorandInnen gemeinsam zu zentralen theoretischen und praktischen Themen der Sprachwissenschaften arbeiten.
Für alle Studierenden werden des Weiteren regelmäßig Workshops und Vorlesungen Themen wie probabilistische Syntax, exemplar theory, Grammatikalisierung, Sprachkontakt, Kreolisierung, Dialoktologie, Soziolinguistik u.a. angeboten.

